Die Geschichte von Langenrain beginnt vielleicht schon im 7. und frühen 8. Jahrhundert im Rahmen des Landausbaus mit Einzelhöfen. Wann genau der Übergang der alemannischen Besitztümer auf dem Bodanrück zum fränkischen Königsgut stattfand, liegt noch im Dunkeln der Geschichte.

Langenrain ist als Siedlung nachweislich erstmals im Jahre 1288 erwähnt. Damals wurden die Güter, die im Besitz der Herren von Bodman waren, an das Kloster Salem verkauft. Wann genau die Güter wieder in die Hände der Herren von Bodman gelangten, ist ungewiss – wobei ein „Korngeld“ aus Langenrain um 1360 in einem Bodmaner „Zinsbrief“ auftaucht.

Maria Antonia von Ulm-Langenrain

Wolf von Homburg erwarb von den Herren von Bodman im Jahre 1515 neben anderen Besitztümern auch die Gemarkung Langenrain. Diese blieb jedoch nur bis zum Jahre 1566 im Besitz dieser Familie und ging durch eine Hochzeit wieder in die Bodman’schen Besitztümer über.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam durch Erbschaft der Maria Klara von Bodman, die mit Jakob Werner von Ulm zu Griesenberg, Fürstl. St. Gallischer Rat und Landeshauptmann der Grafschaft Thurgau, verheiratet war, die Gemarkung Langenrain in die Familie von Ulm-Langenrain.  Unter dieser Familie wurde das Schlossgut sowie die Kirche St. Josef erbaut. Das letzte Mitglied dieser Familie, die ehemalige Stiftsdame in Säckingen, Maria Antonia von Ulm-Langenrain, verstarb 1814 und vermachte die Gemarkung Langenrain erneut den Freiherren von Bodman, die bis heute noch wesentliche Teile der Ländereien in der Gemarkung besitzen.

1806 wurde Langenrain badisch. 1938 kam die damals selbständige Gemeinde Freudental zu Langenrain. Im Rahmen der Verwaltungsreform wurde Langenrain-Freudental 1974 nach Allensbach eingemeindet.